Resolution zur Schaffung eines runden Tisches „Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung“

Seit einigen Jahren wird im Themenbereich der Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und
Fremdplatzierung intensiv geforscht. Betroffene berichten von ihren Erlebnissen und organisieren
sich; die Medien tragen die Diskussion in die Öffentlichkeit.

Betroffene haben unterschiedliche Forderungen formuliert.

Seit kurzer Zeit existiert auf nationaler Ebene eine parlamentarische Arbeitsgruppe "Fürsorgerische
Zwangsmassnahmen" und der Bundesrat hat eine Entschuldigung gegenüber Verding- und
Heimkindern angekündigt. Einzelne Kantone haben dies bereits getan und zum Teil auch
weiterführende Massnahmen ins Auge gefasst.

Das ist sehr ermutigend, gleichzeitig fehlt eine Koordination der im Raum stehenden Anliegen. Eine
Gruppe von Forschenden unterschiedlicher Disziplinen hat sich nun zum Verfassen einer Resolution
zum weiteren möglichen Vorgehen der offiziellen Schweiz in der umfassenden Aufarbeitung
fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung entschieden.

Ziel dieser Resolution ist die Schaffung eines runden Tisches "Fürsorgerische Zwangsmassnahmen
und Fremdplatzierung", an welchem Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Kantonen, den
Landeskirchen, Privaten Organisationen, Betroffenen und der Wissenschaft die verschiedenen, im
Raum stehenden Forderungen diskutieren und konkrete Vorschläge ausarbeiten.

 

Resolutionstext                                             Unterzeichnende

 

 


Bundesrätin Simonetta Sommaruga ernennt einen Delegierten für die Opfer von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und beruft einen Runden Tisch ein


  • Im Dezember 2013 wird Alt- Ständerat Hansruedi Stadler (CVP/UR) zum Delegierten für Opfer von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen ernannt.

 

  • Am 11. April 2013 findet im Kulturcasino in Bern ein Gedenkanlass für Opfer von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung statt, an dem über 600 Betroffene und Angehörige teilnehmen. Der Bundesrat, Vertreterinnen von Kantonen, Gemeinden, Städten,  den Landeskirchen sowie des Bauernverbandes und Heimverbänden bitten die Anwesenden um Entschuldigung.

 

  • Es werden kantonale Anlaufstellen für Opfer von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen geschaffen.       

        Liste der kantonalen Anlaufstellen 

 

 

  • Am 13. Juni 2013 tagt der erste Runde Tisch Fürsorgerische Zwangsmassnahmen

 

  • Im Oktober 2013 übergibt Hansruedi Stadler sein Mandat als Delegierter für Opfer von Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen an Luzius Mader, Stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Justiz (BJ).

 

Siehe dazu detaillierter: www.fuersorgerischezwangsmassnahmen.ch

 

Kontakt:

Luzius Mader
Delegierter für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
Postfach 8817
3001 Bern

sekretariat@fuersorgerischezwangsmassnahmen.ch
Tel.: 031 322 42 84 (Leitung Montag- und Dienstagvormittag besetzt)